1286
Wipertus Rude de Rudenau (siehe auch Ruine Collenberg)
erhält vom Kloster Amorbach die Erlaubnis, auf dem Berg eine Burg mit Kapelle zu bauen. Er baute auch die Pfarrkirche im Dorf wieder auf.
Der Turm dieser Burg aus dem Jahre 1296 steht noch heute.
1597
Hans Rüd baut ein neues Wohnhaus - die heute noch stehende Burg mit Renaissence-Giebel.
1618-1648

Dreißigjähriger Krieg
Burg und Hof werden im dreißigjährigen Krieg weitgehend zerstört, während sich Wolf Albrecht Rüd nach Frankfurt abgesetzt hatte. Sein Sohn, Johann Ernst, wird im Alter von 4 Jahren nach Holland in Sicherheit gebracht.

1662
Johann Ernst kehrt mit 22 Jahren zurück und übernimmt die Verantwortung über Bödigheim.
Er beginnt den Neuaufbau der Burg vorerst notdürftig aus Holz.
Der Roßhof wurde wiederaufgebaut und als Gestüt eingerichtet.
Eine Glashütte, der jetzige Glashof, wurde geschaffen.
Als erster Rüd wurde er wegen seiner Tätigkeit als ältester Ritterrat des Kantons Odenwald geehrt und erhielt die Anrede "Reichsfrei Hochwohlgeborener Herr".
Er hatte 13 Kinder, von denen nur vier überlebten.
1712
Wolfgang Ernst, sein Sohn, übernimmt die Geschäfte in Bödigheim. Johann Ernst zieht sich nach Eberstadt zurück.
Die bisherigen Holzgebäude wurden nun in Steinbauten umgewandelt.
1722
Bau des heutigen Schlosses
Wolf Ernst beginnt im damaligen Vorhof mit dem Bau des heutigen Schlosses. Gärtnerhaus, 2 Teehäuschen, Schafscheuer (das heutige Gärtchen), Kalkofen, Hofmauer zur Strasse und der Park wurden von ihm erstellt, bzw. neu aufgebaut.
1743
Carl Ernst , sein Sohn, übernimmt nach dem Tode seines Vaters die Geschäfte.
1755-1760
Der Bergfels wird abgetragen. Er ragte bis in die Hälfte des heutigen Schloßhofes hinein.
1761
Der Pavillonbau wird errichtet . Heute ist das der linke Flügel vom sog. Schloß II. Burggärtchen und Badehaus entstehen
1765
Der Prozeß mit der Gemeinde wird durch einen Vergleich beendet. Teile der Waldungen werden an die Gemeinde abgegeben, bleiben aber unter der Verwaltung der Rüden, die auch das Jagdrecht behalten. Frohnden, Zehnten, Abgaben und Schulden der Gemeinde wurden bereinigt und teilweise erlassen. Der Vergleich wurde im heutigen Saal verlesen und beschlossen.
Ein Bild über die Versöhnungsfeier hängt im Büro über der Türe.
1766
Stärkebau
Auf der Burg wird eine Stärke- und Puderfabrik errichtet.
1771
Mittelpavillon und Südflügel von Schloß II werden angebaut.
1776
Der Faustenhof wird gebaut.
1779
Carls Frau, Charlotte Magdalena Sophie v. Berlichingen,
übernimmt nach seinem Tode die Verwaltung.
1790
Ihr Sohn, Friedrich Wolfgang, führt nun die Geschäfte der Familie. Er stirbt 1825 kinderlos.
1825
Ludwig Wilhelm, sein Bruder, übernimmt die Verwaltung.
Er stirbt 1830.
1830
Adolf Friedrich Wilhelm, sein Bruder, übernimmt die Geschäfte.
1848
Die Revolution bringt Unruhe. Adolf bewahrt mit einigen Konzessionen Bödigheim vor Zerstörung. Bauern der Umgebung schützen nun sogar den Besitz gegen Übergriffe aus anderen Gemeinden. Als Gegenleistung werden den Bauern noch ausstehende Schulden erlassen und ein Jagd- und Weiderecht auf dem Gemeindegrund gewährt.
Adolf ist nun jedoch der Aufenthalt in Bödigheim verleidet, er zieht sich nach Würzburg, dann nach Karlsruhe zurück. Die Selbstbewirtschaftung der Güter wird aufgegeben.  
1862
Ludwig Carl Friedrich, badischer Staatsminister des Inneren, wird in den Grafenstand erhoben und übernimmt die Regierung in Bödigheim.
1863-1876
Das Schloß war lange unbewohnt und wird nun von Ludwig renoviert.
1878
Die Schafscheuer im Schloßhof brennt ab. Das heutige Gärtchen entsteht.
1891
Albrecht, Carls ältester Sohn, führt nun die Geschäfte der Familie.
1892
Die heutigen Wasserleitungen werden verlegt, während die neue Eisenbahnlinie gebaut wird.
1904
Das Gewächshaus wird gebaut.
1909
Ernst übernimmt nach dem Tode seines Bruders die Verwaltung. Die Ställe im Mittelbau von Schloß I werden zu Wohnräumen umgebaut. Im Dachgeschoß entstehen die Mansarden.
1933
Die Familie organisiert sich im Rahmen eines Familienvertrages als Gesellschaft Bürgerlichen Rechts unter dem Titel Freiherrlich Rüdt von Collenberg’sche Schloßgesellschaft. Der ehernamtlich tätige Geschäftsführer wird aus dem Kreis der Gesellschafter gewählt.
1943
Der Mittelpavillon Schloß II brennt infolge von Brandstiftung auf die Grundmauern ab.
1948
Das ab 1945 von der amerikanischen Besatzungsmacht als Standort benutzte Schloß wird der Familie zur Eigenverwaltung rückübertragen.
Bis 1985 werden die Geschäfte zunächst von Freiherrn Dieter, nach dessen Tod von Freiherrn Adolf Rüdt von Collenberg geführt.
1985
Der Gesellschaftsvertrag wird erneuert. Mit der neuen Satzung wurde das Einstimmigkeits- durch ein Mehrheitsprinzip ersetzt und die Rechtsnachfolge in einem weiter gefassten Familienbegriff von der Geschlechtszugehörigkeit entkoppelt.
Freiherr Michael Rüdt von Collenberg übernimmt die Geschäftsführung und leitet einen Wandel im Selbstverständnis der Gesellschafter im Verhältnis zum Familienbesitz ein.
Die ersten Modernisierungen in Schloß I werden durchgeführt, die Fenster des gesamten Gebäudes werden erneuert, die Parterrewohnungen werden neu gegliedert und zentralbeheizt.
1993
Sein Bruder Jens Krause-Harder übernimmt und führt seither die Geschäfte.
1997
Schloß II Pavillon (Mittelbau) wird neu aufgebaut,
die Flügel werden komplett saniert, zentralbeheizt, die Ver- und Entsorgungs-Infrastruktur wird erneuert, zeitgemäße, großzügige Wohnungen entstehen.
In den 90ern wird die große Scheune neu gedeckt; 2004 folgen die Remisen; die Kutscherwohnungen werden saniert und stehen als Wohnungsrohlinge zur Verfügung. Alle 28 bezugsfertigen Wohungensind seither bewohnt.
2003


Die weitgehende Sanierung des Burgbereiches wird eingeleitet. Der Stärkebau wird statisch überarbeitet, die Südwand saniert und verputzt, die Dachhaut erneuert. Eine Wohnung samt Infrastruktur erneuert.
Dachhaut und Dachstuhl des Palas werden überarbeitet der Renaissance-Giebel restauriert und verputzt, der Nordgiebel gesichert und verputzt.
Die Burggartenmauer wird von innen trocken gelegt, verfugt, mit einer Drainage gesichert und mit neuen Deckplatten versehehn.

2009 wird der Bergfried saniert, die Turmkrone gesichert, der Turmschaft komplett überarbeitet und verfugt.